Mobilitätstag

Inbetriebnahme E-Tankstelle

Hubert Vachenauer (links), Sprecher des Arbeitskreises Energie der Gemeinde Nußdorf und Franz König, hauptamtlicher Vorstand der Elektrizitätsgenossenschaft Wolkersdorf nahmen die Stromtankstelle in Nußdorf vor dem Bürger- und Vereinsheim im Rahmen des Mobilitätstages offiziell in Betrieb.

Chancen und Nutzen der Elektromobilität – Elektrotankstelle eröffnet

 

Nußdorf. Großes Interesse fand der Mobilitätstag, den der Arbeitskreis Energie der Gemeinde Nußdorf auf dem Dorfplatz in veranstaltete. Bei dem Informationstag ging es um verschiedenste Themen zur Elektromobilität. Im Mittelpunkt stand jedoch die offizielle Inbetriebnahme der ersten öffentlichen Elektrotankstelle im Gemeindebereich.

Hubert Vachenauer, Sprecher des Arbeitskreises betonte bei der Eröffnung, dass die Energiewende nicht ohne eine Verkehrswende gelingen könne. Um die Menschen umfassend über Chancen, Nutzen und Stand der Technik zur Elektromobilität zu informieren wurde der Mobilitätstag initiiert, denn die Energiewende beginne im Kleinen und bei jedem Einzelnen. „So richtig rund wird die Elektromobilität aber erst, wenn der dafür notwendige Strom aus erneuerbaren Energien, wie Wasserkraft oder Sonnenenergie gewonnen wird.“ Bis dahin sei es noch ein langer Weg, der Anfang sei aber gemacht und an der eingeschlagenen Entwicklung müsse man festhalten, so Vachenauer.

Zweiter Bürgermeister Peter Volk würdigte das stete und ausdauernde Engagement des Arbeitskreises, der schon bei der Erstellung des Energiekonzeptes der Gemeinde Nußdorf im letzten Jahr wertvolle Arbeit geleistet habe, vor allem aber vielfältige und regelmäßige Informationen zum Energiesparen unter die Bürger bringe. Volk zeigte sich überzeugt, das diese Früchte trage und die Bürger im privaten Bereich nach ihren Möglichkeiten handeln. Die direkte Information, zum Beispiel durch Aktionstage vor Ort, bringe den Bürgern nahe, auf was es ankommt und wie jeder Einzelne zur Energiewende beitragen könne. Besonderes Lob zollte Volk dem Arbeitskreis Energie dafür, dass die Mitglieder ausnahmslos ehrenamtlich tätig sind und sich für die Thematik einsetzen.

Franz König, Hauptamtlicher Vorstand der Elektrizitätsgenossenschaft Wolkersdorf (EGW) enthüllte die Elektro-Ladesäule vor dem Bürger- und Vereinsheim. Den Anstoß eine Elektrotankstelle in Nußdorf und damit die erste im Versorgungsgebiet der EGW aufzustellen, habe der Nußdorfer Arbeitskreis Energie gegeben. Von der Idee begeisterten waren aber auch Bürgermeister Hans Gnadl und die Vorstandschaft der Elektrizitätsgenossenschaft. Spontan wurde der Bau der Ladesäule, einer Spezialanfertigung, in Auftrag gegeben. König gab bekannt, dass die Genossenschaft den Strom aus der Ladesäule kostenlos abgibt. Sie wolle damit ein Zeichen setzen, dem Gemeinwohl dienen und einen Beitrag zur Verkehrswende leisten. An der Ladesäule können sowohl Elektrofahrzeuge wie auch Batterien von Elektrofahrrädern aufgeladen werden. Noch während der Feier zur Inbetriebnahme kam ein österreichischer Autofahrer mit seinem Elektromobil und parkte vor der E-Tankstelle. Er hatte im Internet erfahren, wo sich im Chiemgau öffentliche Ladesäulen befinden und organisierte seine Ausflugsfahrt so, dass er in Nußdorf einen Zwischenstopp einlegen und sein Fahrzeug in Nußdorf aufladen kann.

Die Besucher des Mobilitätstages nutzten die Gelegenheit Probefahrten mit verschiedensten Elektroautos und Elektrofahrrädern durchzuführen, sich an Ständen zu informieren, ebenso wie bei Vorträgen zu verschiedenen Themen der Elektromobilität. Der Arbeitskreis sorgte zudem für ein kurzweiliges Kinderprogramm. pv.

  

 

Mobilitätstag

 

Nußdorf Mobilitätstag:

Großes Interesse fand der Mobilitätstag in Nußdorf, bei dem die Besucher die Möglichkeiten nutzten Probefahrten mit Elektroautos, E-Rollern und Elektrofahrrädern durchzuführen. (Foto: Volk)