Ausbau der E-Mobil Ladeinfrastruktur schreitet voran.

 

Mit einer Informations- und Ausstellungsveranstaltung im Rahmen der bayerischen Klimawoche wurde am 25.7.15 eine neue Ladesäule für Elektromobile in Sondermoning eröffnet.

Neben den Ladepunkten in Nußdorf und Mögstetten ist die neue Ladesäule in Sondermoning die dritte Möglichkeit im Gemeindegebiet Elektromobile an öffentlich zugänglichen Ladesäulen aufzuladen.

Der Arbeitskreis (AK) Energie organisierte rund um dieses Ereignis eine Informationsveranstaltung für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

 

 

Dr. Birgit Seeholzer, 3. Bgm. Gerhard Mittermaier, MdL und Ladesäulenbetreibering Gisela Sengl, AK Leiter Hubert Vachenauer und Georg Beyschlag von der mobilStrom Initiative Chiemgau eröffnen die Sondermoninger Ladesäule. v.l.n.r.

 

Die Besucher erwartete ein umfangreiches Programm. So standen mehrere Elektroautos verschiedener Hersteller für Probefahrten zur Verfügung, es gab eine Führung durch den Betrieb der Ladesäulenbetreiber Gisela Sengl und Hans Dandl, regionale Betriebe stellten ihre neuesten E-Bikes und E-Motorräder für Probefahrten zur Verfügung und das Thema PV Strom und Stromspeicher konnte man live in einer Ausstellung erleben.

Passend zu den Themen der Veranstaltung gab es über den Tag verteilt mehrere interessante Vorträge zu den Schwerpunkten „Sonnenstrom für E-Mobile“, „Ladeinfrastruktur“ und „Carsharing mit dem Waginger Bürgerauto“.        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Georg Beyschlag von der „MobilStrom Initiative Chiemgau“ berichtet über den Ausbaustand der Ladeinfrastruktur.

 

 

 

Zu letzterem hatte Franz Krautenbacher aus Waging das Bürgerauto der Marktgemeinde dabei und konnte über steigendes Interesse und zunehmende Teilnehmerzahlen berichten.

 

 Auch das Waginger Bürgerauto lädt an der neuen Ladesäule.

 

Der Arbeitskreis Energie und Gisela Sengl als Betreiberin der Ladesäule freuten sich, als Gäste auch die Vorsitzende des Sonnenkreises Traunstein Fr. Dr. Birgit Seeholzer und den 3. Bürgermeister Gerhard Mittermaier begrüßen zu können.

 

 

 


 

 

 

 

 

Mehrere Elektroautos standen für Probefahrten zur Verfügung.


Vorteil bei den Verbrauchskosten
Bereits in seiner Begrüßungsrede betonte Hubert Vachenauer die Besonderheit des Sondermoninger Ladeplatzes. Der Strom aus der Ladesäule komme tagsüber direkt aus der Photovoltaik Anlage auf dem Dach der Familie Sengl/Dandl und somit tanke man mit seinem Elektroauto in Sondermoning Sonnenstrom. Die jährlich erzeugte Strommenge nur dieser einen Anlage reiche aus, um mit einem Elektroauto 168.366 Km im Jahr fahren zu können oder um 10 Elektroautos jedes Jahr 16.837 Km weit zu bringen.
In seinem Vortrag „Sonnenstrom fürs Elektroauto“ ging er in der Folge noch näher auf diese perfekten Bedingungen ein. Profitieren würden davon Mensch und Umwelt durch Vermeidung von Emissionen, aber auch der Geldbeutel der E-Auto Besitzer.

 

 

So macht elektrisches Fahren auch den Kleinen Spaß.

In einem Vergleich der Verbrauchskosten zwischen einem durchschnittlichen Benziner (15.000 Km Jahresfahrleistung; 7,5 L/100 Km; 1,50 €/L) und einem Elektroauto (gleiche Jahresfahrleistung; 15 kWh/100 Km entspricht dem Energieinhalt von 1,5 L Benzin) errechnete er einen Verbrauchsvorteil von 1.057 €/a für das Elektroauto, wenn man den Strom zum normalen Preis von 0,28 € aus der Steckdose bezieht.
Erzeugt man den Strom für das Elektroauto allerdings mit einer neu installierten PV Anlage, die den Strom für ca. 11 Cent herstellen kann, dann kommt man auf eine Verbrauchseinsparung von 1.439 €/a gegenüber dem Benziner. Das entspreche einer Reduzierung der Treibstoffkosten von 85% pro Jahr.

Hinzu kämen noch die auf 10 Jahre entfallende KFZ Steuer und die geringeren Wartungskosten für E-Autos so Vachenauer.

Zum Vergleich: Wolle man den eingesparten Betrag von 1.439 € als Zinsen aus einer Geldanlage mit dem heutigen Zinsniveau von 0,7 % erwirtschaften, müsste man 205.000 € auf der Bank anlegen.

 

Vorteile bei Energieverbrauch, CO2 und Feinstaub
Landtagsabgeordnete und Betreiberin der Ladesäule Gisela Sengl beschrieb in ihrer Rede wie es dazu gekommen sei, dass sie sich für den Aufbau einer Ladesäule entschlossen habe. Während einer Zugfahrt nach München wurde sie von Georg Beyschlag von der mobilStrom Initiative Chiemgau angesprochen und gefragt, ob sie sich nicht im Bereich der E-Mobilität engagieren wolle. Überzeugt von den Vorteilen der E-Mobiliät sagte sie kurz entschlossen zu und brachte die Sache zusammen mit dem AK voran. Die Gemeinde beteiligte sich ebenfalls mit einem Zuschuß an dieser Infrastrukturmaßnahme. Wenige Wochen später hatte Sondermoning seine erste öffentlich zugängliche Ladesäule.

 

 

Landtagsabgeordnete Gisela Sengl erläutert ihre Beweggründe für die Errichtung einer Ladesäule.

In ihrer Rede ging Sengl neben der CO2 Problematik auch auf das ungelöste Thema Feinstaub ein. In vielen Städten sei die gesundheitsgefährdende Belastung der Bürger durch Feinstaub bisher nicht gelöst. Emissionsfreie Elektromobilität kann hierbei einen entscheidenden Beitrag leisten.



 

An den Ausstellungsständen der E-Bikes vom Fahrradspezialisten Wallner aus Matzing und den E-Motorräder vom Autohaus Arnold in Traunstein konnten sich die Besucher über die neuesten Trends im elektrischen Zweiradbereicht informieren.

Elektromobilität wichtig für die Energiewende
Birgit Seeholzer vom Sonnenkreis Traunstein hob die Rolle der Elektromobilität im Bereich der Energiewende hervor. Elektromobilität kann und muß einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten.
Sie bedankte sich beim AK Energie für das Engagement und dessen Unterstützung für die Anliegen des Sonnenkreises Traunstein. Mit der neuen Ladesäule in Sondermoning bewege sich die Gemeinde im Spitzenfeld beim Ausbau der Infrastruktur.

 

Dr. Birgit Seeholzer betont den Beitrag der Elektromobilität für das Gelingen der Energiewende.

Dem Dank schloss sich in seiner Rede auch Gerhard Mittermaier, der 3. Bürgermeister der Gemeinde an.

 

 

 


 

 

 

 

 

Im Solarhaus der Fa. INERKO (Innovative Energiekonzepte) konnte man erleben wir man Sonnenstrom erzeugt, intelligent verwendet und speichert. Der so gewonnene Strom kann direkt zum Laden der Elektromobile verwendet werden. Das E-Mobil wird damit auch zum Stromspeicher für Solarstrom. Zu Hause Strom erzeugen, speichern und für’s Fahren verwenden. Eine perfekte Kombination.

 

 

 

Und so endete die gelungene Veranstaltung gegen 16:00 Uhr mit vielen zufriedenen Besuchern und Gästen.

Wir vom AK Energie hoffen, dass wir allen Besuchern die Vorteile und Chancen der E-Mobilität näher bringen konnten und sich möglichst viele Bürger beim nächsten Autokauf für ein elektrisches entscheiden. Umwelt und Mitbürger danken es ihnen.

 

 

 

 


 

 

Über das Gehörte und Erlebte gab es viel zu diskutieren.

 

 

 

Weitere Infos zu den Aktivitäten des AK Energie finden Sie im Internet auf der Homepage der Gemeinde Nußdorf unter folgendem Link:

 

index.php?id=0,93 

 

 

 

(hv)